____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Helsinki
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Helsinki (finnisch [], schwedisch []) ist die Hauptstadt Finnlands. Sie liegt in der Landschaft Uusimaa im SĂŒden des Landes an der KĂŒste des Finnischen Meerbusens und ist die nördlichste Hauptstadt eines EU-Mitgliedstaates. Mit 684.018 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024) ist Helsinki die mit Abstand gröĂte Stadt Finnlands und drittgröĂte Stadt der Nordischen LĂ€nder, nach Stockholm und Oslo.
Zusammen mit den NachbarstĂ€dten Espoo, Vantaa und Kauniainen bildet es die sogenannte Hauptstadtregion, einen Ballungsraum mit etwa 1,49 Millionen Einwohnern und damit den nördlichsten Ballungsraum der Welt mit ĂŒber einer Million Einwohnern.cite-ref-3[3] Helsinki ist das politische, wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Zentrum Finnlands. Rund sechs Prozent der Einwohner Helsinkis sind schwedischsprachig, offiziell ist die Stadt zweisprachig.
Helsinki liegt 80 km nördlich von Tallinn, Estland, 400 km östlich von Stockholm, Schweden, und 300 km westlich von Sankt Petersburg, Russland. Es hat enge historische Verbindungen zu diesen drei StÀdten.
Die Stadt wurde unter dem schwedischen Namen Helsinge forscite-ref-4[4] im Jahr 1550 wĂ€hrend der schwedischen Herrschaft gegrĂŒndet, blieb aber lange unbedeutend. Kurz nachdem Finnland unter russische Herrschaft gekommen war, wurde Helsingfors 1812 zur Hauptstadt des neugegrĂŒndeten GroĂfĂŒrstentums Finnland bestimmt und löste so Ă
bo (finnisch Turku) als wichtigste Stadt des Landes ab. Der offizielle Gebrauch des finnisierten Namens Helsinki begann erst 1819.cite-ref-5[5]
Seit 1917 ist Helsinki Hauptstadt des unabhÀngigen Finnlands.
Contents
âą Etymologie
âą Geografie
âą Klima
âą Geschichte
⹠Bevölkerung
âą Sprachen
âą Religionen
âą Politik
âą Hauptstadt
âą Wappen
âą Stadtrat
âą Architektur
âą Theater
âą Musik
âą Museen
âą Sport
âą Wirtschaft
âą Verkehr
âą Flugverkehr
âą Schifffahrt
âą Eisenbahn
âą StraĂenverkehr
âą Infrastruktur
âą Wasserversorgung
âą Bibliotheken
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Etymologie
Der schwedische Name der Stadt Helsingfors stammt vom Namen des Kirchspiels Helsinge und dem Fluss HelsingĂ„n (heute Vanda Ă„), an dessen letzter Stromschnelle (schwedisch fors) vor der MĂŒndung die Stadt gegrĂŒndet wurde.cite-ref-6[6] Der Ursprung des Namens Helsinge ist umstritten. Entsprechend einer seit den 1630er Jahren geltenden Auffassung hĂ€tten Neusiedler aus dem schwedischen HĂ€lsingland, die sich im 13. Jahrhundert am Finnischen Meerbusen ansiedelten, dem Fluss HelsingĂ„n den Namen ihrer Heimat gegeben.cite-ref-7[7] Heute wird diese Theorie in Frage gestellt, weil Dialektologen zeigen konnten, dass die Neusiedler tatsĂ€chlich aus Uppland und benachbarten Gebieten stammten.cite-ref-8[8] Der Name Helsinge kann somit nicht auf das Ethnonym der Neusiedler zurĂŒckgehen und beschreibt wahrscheinlich eine Eigenschaft in der Landschaft.cite-ref-9[9] Diese könnte mit dem âHalsâ des Flusses zu tun haben, d. h. der schmalen Stelle an der Stromschnelle. Der gleichlautende Wortteil findet sich auĂer im Namen der schwedischen historischen Provinz HĂ€lsingland auch in den Namen anderer StĂ€dte, die in Verbindung zu einer Meerenge stehen, z. B. Helsingborg und HelsingĂžr.
Als die Stadt 1550 an der MĂŒndung des HelsingĂ„n gegrĂŒndet wurde, bekam sie den Namen Helsinge fors. Die Stromschnelle heiĂt heute auf Schwedisch Gammelstadsforsen (finnisch Vanhankaupunginkoski). Lokal nannte man die Stadt Helsinge oder Helsing, was auf Finnisch zu Helsinki wurde.cite-ref-10[10] Der finnische Name der Stadt ist in offiziellen Dokumenten erstmals 1819 in Verordnungen des Finnischen Senats belegt.cite-ref-11[11] Erst seit dem 20. Jahrhundert wird im internationalen Kontext vorwiegend der finnische Name verwendet (auĂer in Schweden und Norwegen).
Im lokalen Slang sagt man Stadi, eine finnisierte Form des schwedischen Wortes stad (âStadtâ). Besonders auĂerhalb des Stadtgebiets ist Helsinki als Hesa bekannt.cite-ref-12[12] Beide Namen werden sowohl von Finnen als auch Finnlandschweden verwendet. Auf Nordsamisch heiĂt Helsinki Helsset. Der Name Helsinki wird in Schriftform oft zu Hki (frĂŒher: H:ki) verkĂŒrzt; die entsprechende AbkĂŒrzung fĂŒr Helsingfors ist H:fors.
Als Helsingfors 1812 Finnlands Hauptstadt wurde, kam der Vorschlag auf, es (nach Zar Alexander I.) in Alexandria umzubenennen; doch diese Idee verfiel.cite-ref-13[13]
Geografie
Lage und natĂŒrliche Gegebenheiten
Helsinki liegt im SĂŒden des Landes in der Landschaft Uusimaa an der KĂŒste des Finnischen Meerbusens gegenĂŒber der estnischen Hauptstadt Tallinn. Wie in ganz Finnland gilt in Helsinki die OsteuropĂ€ische Zeit, im Winter liegt es daher in der Zone UTC+2, im Sommer in der Zone UTC+3.
Helsinki erstreckt sich auf einer FlĂ€che von 715 kmÂČ, wovon 214 kmÂČ Land sindcite-ref-14[14], ĂŒber das Festland und etwa 300 vorgelagerte SchĂ€ren. Die mehr als 100 Kilometer lange KĂŒstenlinie ist mit zahlreichen Buchten und Halbinseln stark gegliedert. Im Laufe der letzten Jahrhunderte wurden zahlreiche AufschĂŒttungen vorgenommen, die die KĂŒstenlinie teils stark verĂ€ndert haben. Beispielsweise lag der zentrale Stadtteil Kluuvi noch Anfang des 19. Jahrhunderts unter Wasser.
Der Vantaanjoki durchflieĂt die nördlichen AuĂenbezirke Helsinkis und mĂŒndet im Stadtteil Vanhakaupunki, dem ursprĂŒnglichen GrĂŒndungsort Helsinkis, ins Meer. FĂŒr Finnland eher untypisch, gibt es auf dem Stadtgebiet Helsinkis nur neun kleine Seen oder Teiche.cite-ref-15[15] Das GelĂ€nde ist, wie auch das sonstige SĂŒdfinnland, von Rundhöckern, also flachen, leicht ansteigenden HĂŒgeln aus Granitfelsen bestimmt. Mit dem Gestein Helsinkit hat die Stadt auch einer lokalen Granit- bzw. Unakit-VarietĂ€t ihren Namen gegeben. Die höchste Stelle im Stadtgebiet ist mit 90 Metern eine AufschĂŒttung von Bauaushub im Teilgebiet Malminkartano. Die höchste natĂŒrliche Erhebung befindet sich im Teilgebiet Kivikko und erreicht 62 Meter ĂŒber dem Meeresspiegel.
Von der LandflĂ€che Helsinkis besteht etwa die HĂ€lfte aus diversen GrĂŒngebieten (WĂ€lder, Parks, landwirtschaftlich genutzte FlĂ€chen)cite-ref-16[16] (einer anderen Quelle zufolge 36 %, davon 22 % Waldcite-ref-luonto-17-0[17]). GroĂe zusammenhĂ€ngende GrĂŒngebiete finden sich vor allem in den nördlichen und östlichen AuĂenbezirken. Neben dem fĂŒr Finnland typischen borealen Nadelwald finden sich auch vereinzelt Haine mit sommergrĂŒnem Laubwald. Auf den Ă€uĂeren Inseln ist die Vegetation teilweise recht karg, andererseits lebt dort eine groĂe Vielfalt von Vogelarten. Es gibt in Helsinki 50 Naturschutzgebiete mit einer GesamtflĂ€che von 684 ha.cite-ref-luonto-17-1[17]
Von den etwa 300 Inseln ist mehr als die HĂ€lfte kleiner als 0,5 ha; etwa 50 Inseln sind gröĂer als 3 ha.cite-ref-18[18] Zu den bekanntesten Inseln zĂ€hlen die Ausflugsinseln Korkeasaari (mit einem Zoo), Seurasaari (mit einem Freilichtmuseum) und die Pihlajasaaret. Die historische Seefestung Suomenlinna erstreckt sich ĂŒber mehrere, kĂŒnstlich miteinander verbundene Inseln. Zu den flĂ€chenmĂ€Ăig gröĂten Inseln zĂ€hlen die Wohngebiete Laajasalo und Lauttasaari und die Garnisonsinsel Santahamina.
Siedlungsstruktur
Das Stadtzentrum befindet sich auf einer Halbinsel im SĂŒdwesten des Stadtgebietes. Charakteristisch fĂŒr Helsinki ist der groĂe Unterschied zwischen der historisch gewachsenen, dicht bebauten Kernstadt (kantakaupunki) auf der Halbinsel und den wesentlich groĂzĂŒgiger angelegten, seit der Mitte des 20. Jahrhunderts entstandenen Neubaugebieten, die sich nördlich, westlich und östlich anschlieĂen. Letztere reichen bis in das Gebiet der NachbarstĂ€dte Espoo, Kauniainen und Vantaa, mit denen Helsinki zu einer zusammenhĂ€ngenden Agglomeration zusammengewachsen ist. Die vier politisch eigenstĂ€ndigen StĂ€dte bilden die sogenannte Hauptstadtregion (pÀÀkaupunkiseutu), faktisch eine einzige GroĂstadt mit ĂŒber einer Million Einwohnern. Das vom finnischen Amt fĂŒr Statistik definierte zusammenhĂ€ngende Stadtgebiet (taajama), das sich nicht an den Gemeindegrenzen, sondern an der tatsĂ€chlichen Besiedlung orientiert, hatte zum Jahresende 2011 eine LandflĂ€che von 631,11 kmÂČ und eine Einwohnerzahl von 1.159.211.cite-ref-19[19] Zum weiteren Einzugsbereich Helsinkis gehört die Region Helsinki (Helsingin seutu) mit den Gemeinden Kirkkonummi, Vihti, NurmijĂ€rvi, Tuusula, Kerava, Sipoo, JĂ€rvenpÀÀ und HyvinkÀÀ. In diesem GroĂraum leben insgesamt 1,3 Millionen Menschen, was gut ein Viertel der Gesamtbevölkerung Finnlands ausmacht.
Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte in Helsinki betrĂ€gt 2787 Ew./kmÂČ. In der Kernstadt werden mit bis zu 19.500 Ew./kmÂČ (Punavuori) hohe Werte erreicht, wĂ€hrend die AuĂenbezirke mit ihren oft sehr groĂzĂŒgig angelegten und von weitlĂ€ufigen GrĂŒngebieten durchsetzten Siedlungen (lĂ€hiö) vergleichsweise dĂŒnn besiedelt sind. GĂ€nzlich unbewohnte Gegenden gibt es hauptsĂ€chlich im GroĂbezirk Ăstersundom, der erst 2009 durch Eingemeindung zu Helsinki kam.
Administrative Gliederung
Grundlage der amtlichen Gliederung Helsinkis sind die 137 Teilgebiete (finnisch osa-alue) mit den ihnen untergeordneten 369 Kleingebieten (pienalue). Ăbergeordnet gibt es zwei parallele Systeme: Die Teilgebiete werden auf unterschiedliche Weise einerseits zu 59 Stadtteilen (kaupunginosa), andererseits zu 34 Stadtbezirken (peruspiiri) zusammengefasst. Die Stadtbezirke werden ihrerseits zu acht GroĂbezirken (suurpiiri) zusammengefasst. Die praktische Bedeutung dieser Verwaltungseinheiten ist jedoch begrenzt, die im Alltag benutzten Bezeichnungen der verschiedenen Gebiete weichen von den offiziellen oft ab.
Die 59 Stadtteile Helsinkis nach GroĂbezirken:
| SĂŒdlicher GroĂbezirk | Eira , Etu-Töölö , Kaartinkaupunki , Kaivopuisto , Kamppi , Katajanokka , Kluuvi , Kruununhaka , LĂ€nsisatama , Lauttasaari , Punavuori , Suomenlinna , Taka-Töölö , Ullanlinna |
|---|---|
| Westlicher GroĂbezirk | Haaga, Kaarela, Konala, Laakso, Meilahti, Munkkiniemi, PitĂ€jĂ€nmĂ€ki, Ruskeasuo |
| Mittlerer GroĂbezirk | Alppiharju , Hermanni , Kallio , KĂ€pylĂ€ , Koskela, Kumpula, Pasila , SörnĂ€inen, Toukola , Vallila , Vanhakaupunki |
| Nördlicher GroĂbezirk | OulunkylĂ€ , Pakila , TuomarinkylĂ€ |
| Nordöstlicher GroĂbezirk | Malmi , PukinmĂ€ki, SuurmetsĂ€, Suutarila, TapaninkylĂ€, Viikki |
| SĂŒdöstlicher GroĂbezirk | Herttoniemi , Kulosaari , Laajasalo, Mustikkamaa-Korkeasaari, Santahamina, Tammisalo, Ulkosaaret , Vartiosaari, Villinki |
| Ăstlicher GroĂbezirk | MellunkylĂ€, VartiokylĂ€, Vuosaari |
| GroĂbezirk Ăstersundom | Ăstersundom, Salmenkallio, Talosaari, Karhusaari, Ultuna |
Weitere Einzelheiten siehe: Liste der Stadtteile von Helsinki
1812 kam Johan Albrecht Ehrenström auf die Idee, den HÀuserblocks im Stadtzentrum ebenfalls Namen zu geben. Diese bekamen von 1820 bis 1900 jeweils einen Tier- oder Blumennamen, z. B.: Kortteli 32 Dromedaari (schwedisch: Kvarteret 32 Dromedaren, deutsch: HÀuserblock 32 Dromedar).
Klima
Das Klima von Helsinki verbindet Merkmale des Kontinental- und Seeklimas. Die Jahresdurchschnittstemperatur in Helsinki betrĂ€gt 5,9 °C, das Jahresmittel des Niederschlages liegt bei 655 mm. Der meiste Niederschlag fĂ€llt im August (80 mm im Monatsmittel), der wenigste im April (32 mm). Der kĂ€lteste Monat ist der Februar mit einer Durchschnittstemperatur von â4,7 °C, am wĂ€rmsten ist es im Juli mit 17,8 °C. Im Sommer können Höchsttemperaturen von bis zu 30 °C erreicht werden. Im Winter sind Temperaturen unter â10 °C keine Seltenheit; die niedrigste je in Helsinki gemessene Temperatur betrug â34,3 °C (10. Januar 1987).cite-ref-20[20] Wegen des Meerwindes liegt die gefĂŒhlte Temperatur vor allem im Winter oft noch niedriger als die gemessene Temperatur (Windchill).
Die Wassertemperatur schwankt von 1 °C im Februar bis zu 17 °C im August.cite-ref-helda-helsinki-fi-21-0[21] In den zahlreichen geschĂŒtzten, flachen Buchten kann die Wassertemperatur im Sommer auch höhere Werte erreichen.
Der erste Schnee fÀllt meist Mitte November. Eine bleibende Schneedecke gibt es meist ab Ende Dezember bis Ende MÀrz. Im Winter friert der Finnische Meerbusen zu, sodass Eisbrecher benötigt werden, um eine Fahrrinne freizuhalten.
Helsinki liegt auf derselben geographischen Breite wie der SĂŒdteil Alaskas und die SĂŒdspitze Grönlands. Auch wenn das Klima in Helsinki aufgrund des Nordatlantikstroms wĂ€rmer ist, sorgt die nördliche Lage dafĂŒr, dass die Helligkeit im Laufe des Jahres stark schwankt. Zur Zeit der Sommersonnenwende dauert der lichte Tag fast 19 Stunden, auch wĂ€hrend der verbleibenden Stunden wird es nicht vollstĂ€ndig dunkel, da die Sonne nur knapp unter dem Horizont steht (sog. weiĂe NĂ€chte). Zur Zeit der Wintersonnenwende dauert der lichte Tag weniger als sechs Stunden, selbst am Mittag steht die Sonne niedrig am Himmel.cite-ref-22[22]
Geschichte
â
Hauptartikel
:
Geschichte von Helsinki
Schwedische Herrschaft
Die an der SĂŒdkĂŒste Finnlands gelegene Landschaft Uusimaa (schwed. Nyland) kam im 12. Jahrhundert unter die Herrschaft Schwedens und wurde von schwedischen Neusiedlern in Besitz genommen. Zuvor hatten die Einwohner der Landschaft HĂ€me im Binnenland sowie die Esten von der anderen Seite des Finnischen Meerbusens die Gegend als Jagdgrund genutzt, ohne sich dort dauerhaft niederzulassen. Das Gebiet, in dem spĂ€ter die Stadt Helsinki gegrĂŒndet werden sollte, wurde als Kirchspiel Helsinki (schwed. Helsinge) in die Kirchenverwaltung eingegliedert.
Die Stadt Helsinki (schwed. Helsingfors) wurde am 12. Juni 1550 auf Befehl des schwedischen Königs Gustav I. Wasa gegrĂŒndet. (Heute ist dieser âHelsinki-Tagâ stĂ€dtischer Feiertag.) UrsprĂŒnglich befand sich die Stadt an der MĂŒndung des Flusses Vantaanjoki. Der schwedische Name Helsingfors leitet sich von einer Stromschnelle (schwed. fors) am Unterlauf des Vantaanjoki ab, der damals noch Helsinge Ă„ genannt wurde. Das Gebiet des ursprĂŒnglichen Helsinki heiĂt noch heute Vanhakaupunki (Altstadt), obwohl von der ursprĂŒnglichen Stadt nichts mehr erhalten ist. Die Einwohnerschaft Helsinkis bestand aus BĂŒrgern der StĂ€dte Porvoo, EkenĂ€s, Rauma und Ulvila, die sich auf Anweisung des Königs in der neugegrĂŒndeten Stadt niederlassen mussten.
Helsinki wurde gegrĂŒndet, um einen Konkurrenzhafen zur Hansestadt Tallinn (Reval) auf der anderen Seite des Finnischen Meerbusens zu schaffen. Nur wenig spĂ€ter, im Jahr 1561, eroberte Schweden im LivlĂ€ndischen Krieg aber Tallinn, was Helsinkis weitere Entwicklung hemmte. Zudem war die Lage des Hafens am Ende einer flachen und klippenreichen Bucht fĂŒr groĂe Segelschiffe ungĂŒnstig. Daher wurde Helsinki 1640 unter der Leitung des Generalgouverneurs Per Brahe rund fĂŒnf Kilometer nĂ€her an das offene Meer an die Stelle des heutigen Stadtzentrums verlegt. Die alte Stadt an der MĂŒndung des Vantaanjoki wurde aufgegeben.
Das Erstarken des Russischen Reiches und die GrĂŒndung der Stadt Sankt Petersburg im Jahr 1703 hatten maĂgeblichen Einfluss auf Helsinki. Der GroĂe Nordische Krieg zwischen Schweden und Russland traf die Stadt schwer. ZunĂ€chst fiel ein groĂer Teil der Bevölkerung 1710 einer Pestepidemie zum Opfer, dann wurde Helsinki 1713 von der eigenen Armee beim RĂŒckzug niedergebrannt. Von 1713 bis 1721 sowie erneut wĂ€hrend des Russisch-Schwedischen Krieges 1741â1743 stand Helsinki unter russischer Besatzung. Nachdem Schweden im Frieden von Turku die Festung Hamina an Russland hatte abtreten mĂŒssen, wurde 1748 als Schutz fĂŒr die Ostgrenze Schwedens vor der KĂŒste Helsinkis die Seefestung Sveaborg (heute finn. Suomenlinna) errichtet.
Russische Herrschaft
Am 2. MÀrz 1808 wurde Helsinki wÀhrend des Russisch-Schwedischen Krieges von russischen Truppen erobert. Dabei wurde es durch eine Feuersbrunst abermals fast völlig zerstört. Als Resultat des verlorenen Krieges musste Schweden 1809 ganz Finnland an Russland abtreten.
Die Hauptstadt des neugegrĂŒndeten GroĂfĂŒrstentums Finnland war anfangs Turku, die bis dahin gröĂte und bedeutendste Stadt des Landes. Aus Sicht von Zar Alexander I. war Turku aber zu weit von Sankt Petersburg entfernt, weshalb er am 8. April 1812 per Dekret Helsinki zur neuen Hauptstadt bestimmte.cite-ref-24[24] Die Stadt war zu diesem Zeitpunkt mit rund 4000 Einwohnern eher unbedeutend. Der deutsche Architekt Carl Ludwig Engel wurde damit beauftragt, das durch den Stadtbrand zerstörte Helsinki als reprĂ€sentative Hauptstadt neu aufzubauen. So entstand das klassizistische Zentrum rund um den Senatsplatz. Die umliegenden Stadtviertel bestanden aus meist einstöckigen HolzhĂ€usern, von denen heute nur noch einige vereinzelte erhalten sind. Seit 1819 war Helsinki Sitz des finnischen Senats und damit endgĂŒltig Hauptstadt des GroĂfĂŒrstentums.
Nach dem groĂen Stadtbrand von Turku im Jahr 1827 wurde auch die Akademie zu Turku, damals die einzige UniversitĂ€t Finnlands, nach Helsinki verlegt und 1828 in die UniversitĂ€t Helsinki umgewandelt. Im Zuge der Industrialisierung wuchs Helsinki in der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts stark. Die Eisenbahnverbindungen nach HĂ€meenlinna und Sankt Petersburg entstanden 1862 und 1870. Kurz nach der Jahrhundertwende ĂŒberstieg Helsinkis Einwohnerzahl 100.000. Es entstanden reprĂ€sentative GebĂ€ude im Stil der finnischen Nationalromantik (Hauptbahnhof Helsinki, Finnisches Nationalmuseum). In Stadtteilen wie Katajanokka, Kruununhaka und Eira wurden zahlreiche neue WohnhĂ€user im Jugendstil erbaut.
Seit der Erlangung der UnabhÀngigkeit
Als das finnische Parlament am 6. Dezember 1917 die UnabhĂ€ngigkeit erklĂ€rte, wurde Helsinki zur Hauptstadt des neuen Staates. Im bald darauf ausgebrochenen finnischen BĂŒrgerkrieg brachten die Roten Garden die Stadt am 28. Januar 1918 unter ihre Kontrolle, die bĂŒrgerliche Regierung flĂŒchtete nach Vaasa. Im April griffen deutsche Truppen zur UnterstĂŒtzung der WeiĂen in das Kriegsgeschehen ein und eroberten Helsinki nach zweitĂ€gigen KĂ€mpfen am 13. April 1918. Anders als in Tampere richtete der BĂŒrgerkrieg in Helsinki relativ wenig Schaden an. Nachdem der Krieg zu Gunsten der bĂŒrgerlichen WeiĂen entschieden worden war, wurden auf der Insel Suomenlinna rund 10.000 AnhĂ€nger der Roten interniert, von denen ca. 1.500 verhungerten oder an Krankheiten starben.
Bis in die 1930er Jahre entstanden in Helsinki eine Reihe neoklassizistischer Bauten (z. B. das ReichstagsgebÀude 1931).
Im Zweiten Weltkrieg war Helsinki mehreren GroĂbombardements durch die sowjetische Luftwaffe ausgesetzt. Im Vergleich zu anderen europĂ€ischen StĂ€dten blieben die SchĂ€den aber relativ gering, was nicht zuletzt einer effizienten Luftabwehr zu verdanken war.
Helsinki sollte ursprĂŒnglich die Olympischen Sommerspiele 1940 ausrichten. FĂŒr die Spiele wurden zahlreiche funktionalistische Bauten wie das Olympiastadion oder das Kulturzentrum Lasipalatsi errichtet. Die Spiele mussten aber wegen des Krieges abgesagt werden. Als Ersatz erhielt Helsinki die Olympischen Sommerspiele 1952.
1975 fand in der Finlandia-Halle in Helsinki die erste Konferenz ĂŒber Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) statt, die zu einer AnnĂ€herung von Ostblock- und Westblockstaaten fĂŒhrte.
Ausdehnung des Stadtgebietes
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschrÀnkte sich das Stadtgebiet Helsinkis noch auf die Halbinsel Helsinginniemi. Dieses Gebiet wird heute als Kernstadt (kantakaupunki) bezeichnet. Die Stadt war umgeben vom Gebiet der Landgemeinde Helsinki (Helsingin maalaiskunta), deren Reste das heutige Vantaa bilden.
Im Laufe des Jahrhunderts wurden immer wieder Teile der Landgemeinde in die Stadt Helsinki eingegliedert: 1906 die Stadtteile Meilahti, KĂ€pylĂ€ und Kumpula, 1912 Pasila, 1926 Ruskeasuo und Uusipelto. Ihre heutige Form erhielt die Stadt im Wesentlichen im Jahr 1946, als im Zuge einer groĂen Eingemeindung 14 Stadtteile aus der Landgemeinde der Stadt zugeschlagen wurden. Gleichzeitig wurden die damals selbstĂ€ndigen Gemeinden Haaga, Huopalahti, Kulosaari sowie OulunkylĂ€ eingemeindet. Zuletzt erwarb Helsinki noch im Jahr 1966 den Stadtteil Vuosaari und im Jahr 2009 Teile der Nachbargemeinden Sipoo und Vantaa, aus denen die neuen Stadtteile Ăstersundom, Salmenkallio, Talosaari, Karhusaari und Ultuna gebildet wurden.
Ăberlegungen, Helsinki mit den anderen StĂ€dten der Hauptstadtregion, Vantaa, Espoo und Kauniainen, zu einem GroĂ-Helsinki zu verbinden, sind ĂŒber Jahrzehnte immer wieder aufgegriffen worden. Da die Regierung in Finnland heute generell die Schaffung gröĂerer Gemeindeeinheiten anstrebt, wird diese Option derzeit wieder ernsthaft diskutiert.
Bevölkerung
Bevölkerungsstruktur
Die Einwohnerzahl Helsinkis betrĂ€gt 684.018 (Stand 31. Dezember 2024). Damit ist Helsinki mit Abstand die gröĂte Stadt Finnlands. In der gesamten Hauptstadtregion (Helsinki, Espoo, Vantaa und Kauniainen) leben ĂŒber eine Million Menschen, fast ein FĂŒnftel der Gesamtbevölkerung Finnlands. Die MobilitĂ€t der Bevölkerung ist in Helsinki höher als im Rest Finnlands. Viele Menschen aus anderen Gemeinden Finnlands ziehen zum Arbeiten oder Studieren in die Hauptstadt. Gleichzeitig verlassen sie vor allem viele Familien wegen der hohen Wohnkosten in Richtung der Vororte. Im Jahr 2005 zogen insgesamt 33.953 Menschen aus anderen Gemeinden Finnlands oder dem Ausland nach Helsinki, wĂ€hrend 33.381 Personen die Stadt verlieĂen.cite-ref-25[25]
Anfang 2010 hatten 7,2 Prozent der Einwohner Helsinkis eine auslĂ€ndische StaatsbĂŒrgerschaft, 10,7 Prozent waren im Ausland geboren. Die wichtigsten einzelnen HerkunftslĂ€nder sind Russland, Estland, Schweden und Somalia. Die meisten Migranten wohnen im Osten und Norden der Stadt, am höchsten ist ihr Anteil im Stadtbezirk JakomĂ€ki (14,0 Prozent auslĂ€ndische StaatsbĂŒrger bzw. 20,4 Prozent auĂerhalb Finnlands geborene Menschen).cite-ref-26[26] Im Vergleich mit anderen europĂ€ischen HauptstĂ€dten ist der AuslĂ€nderanteil in Helsinki zwar niedrig, doch ist die Tendenz seit Anfang der 1990er Jahre deutlich steigend. Im Zeitraum 1985â2009 hat sich die Anzahl der auslĂ€ndischen StaatsbĂŒrger in Helsinki mehr als versiebenfacht.cite-ref-27[27]
Einwohnerentwicklung
Der starke Anstieg der Bevölkerungszahl Helsinkis begann, als die Stadt 1812 zur Hauptstadt Finnlands wurde, und setzte sich unvermindert bis Ende der 1960er Jahre fort. In den 1970ern verlangsamte sich das Wachstum. Als viele Bewohner in die Nachbargemeinden zogen, sank die Einwohnerzahl sogar zeitweise, bis sie in den 1990ern wieder zu steigen begann. Zuletzt wuchs die Einwohnerzahl um 1,4 Prozent jÀhrlich. Im Jahr 2012 durchbrach Helsinki erstmals die Marke von 600.000 Einwohnern.
Sprachen
Von den Einwohnern Helsinkis sprechen 81,9 Prozent Finnisch und 5,9 Prozent Schwedisch als Muttersprache. Die restlichen 12,2 Prozent entfallen auf andere Sprachen (Stand 2013).cite-ref-30[30] Offiziell ist Helsinki zweisprachig mit Finnisch als Mehrheits- und Schwedisch als Minderheitssprache. So haben sĂ€mtliche StraĂen einen finnischen und schwedischen Namen, Ansagen in den öffentlichen Verkehrsmitteln sind zweisprachig etc. Im Alltag dominiert aber das Finnische als Verkehrssprache zwischen den Sprechern verschiedener Sprachen. So sind Finnischkenntnisse de facto eine Voraussetzung fĂŒr die Teilhabe am Arbeitsmarkt.cite-ref-31[31]
Die SĂŒdkĂŒste Finnlands gehört historisch zum Siedlungsgebiet der Finnlandschweden. Daher war auch Helsinki bis Ende des 19. Jahrhunderts mehrheitlich schwedischsprachig: Noch 1850 sprachen fast 90 Prozent der Einwohner Helsinkis Schwedisch als Muttersprache.cite-ref-32[32] Durch den Zuzug aus anderen Gebieten des Landes verringerte sich der Anteil der schwedischsprachigen Bevölkerung aber zusehends. 1870 sprachen von den Einwohnern Helsinkis noch 57 Prozent Schwedisch, 26 Prozent Finnisch, 12 Prozent Russisch, 2 Prozent Deutsch und 3 Prozent andere Sprachen als Muttersprache.cite-ref-33[33] Im Jahr 1900 stellten die Finnisch-Sprecher mit 50 Prozent gegenĂŒber 42 Prozent Schwedisch-, 5 Prozent Russisch- und 3 Prozent Anderssprachigen bereits die Bevölkerungsmehrheit.cite-ref-34[34]
Die in Helsinki gesprochene VarietĂ€t des Finnischen hat sich als Ausgleichsdialekt unter Sprechern verschiedener finnischer Dialekte in einer ursprĂŒnglich schwedischsprachigen Umgebung entwickelt. Heute dient sie als Modell fĂŒr die allgemeinfinnische Umgangssprache.cite-ref-35[35] Ein besonderer Soziolekt ist der sogenannte Helsinki-Slang (stadin slangi), der sich Ende des 19. Jahrhunderts unter der mehrsprachigen Arbeiterklasse als Mischsprache mit finnischer Grammatik und ĂŒberwiegend schwedischem Wortschatz herausbildete.
Religionen
Die Mehrheit der Einwohner Helsinkis gehört der Evangelisch-Lutherischen Kirche Finnlands an. Der Anteil der evangelisch-lutherischen Kirchenmitglieder liegt mit 47,4 Prozent aber deutlich niedriger als der Landesdurchschnitt von 65,2 Prozent (Stand Ende 2022).cite-ref-36[36]cite-ref-37[37] In Helsinki bestehen 18 finnischsprachige, drei schwedischsprachige und eine deutschsprachige evangelisch-lutherische Kirchengemeinde. Die Stadt ist Sitz des Bistums Helsinki, welches die finnischsprachigen Kirchengemeinden in Helsinki, Vantaa und dem östlichen Uusimaa umfasst. Die Kathedrale des Bistums Helsinki ist der Dom von Helsinki. Die schwedisch- und deutschsprachigen Gemeinden Helsinkis gehören dagegen zum Bistum BorgÄ.
Neben der evangelisch-lutherischen Kirche ist auch die zweite Staatskirche Finnlands, die Orthodoxe Kirche Finnlands, in Helsinki prĂ€sent. Orthodoxe Christen sind in Helsinki seit der russischen Zeit ansĂ€ssig. Nach dem Zweiten Weltkrieg zogen viele orthodoxe FlĂŒchtlinge aus Karelien nach Helsinki. Heute hat die orthodoxe Kirchengemeinde Helsinki, die ganz Uusimaa umfasst, rund 20.000 Mitglieder (Stand 2011), was rund ein Drittel aller orthodoxen GlĂ€ubigen in Finnland ausmacht.cite-ref-38[38] Helsinki ist auch Sitz des orthodoxen Bistums Helsinki, eines von drei BistĂŒmern der Orthodoxen Kirche in Finnland. Hauptkirche der orthodoxen Gemeinde und zugleich Bischofskirche ist die Uspenski-Kathedrale.
Die kleine römisch-katholische Minderheit in Finnland hat ihr Zentrum in Helsinki: Die Stadt ist Sitz des römisch-katholischen Bistums Helsinki, das ganz Finnland umfasst. Bischofskirche ist die Henrik-Kathedrale. Die zwei in Helsinki ansÀssigen römisch-katholischen Kirchengemeinden umfassen neben der Stadt auch den Rest Uusimaas und haben zusammen rund 6600 Mitglieder, mehr als die HÀlfte aller Katholiken Finnlands.cite-ref-39[39] Daneben bestehen in Helsinki mehrere kleinere freikirchliche Gemeinden.
Die Anzahl der Muslime in Helsinki lĂ€sst sich nicht genau bestimmen; es wird geschĂ€tzt, dass ein groĂer Teil der 60.000 Muslime Finnlands in der Hauptstadtregion leben. In Helsinki gibt es etwa zehn muslimische GebetsrĂ€ume.cite-ref-40[40] Der Islam wurde bereits im 19. Jahrhundert von Tataren nach Helsinki gebracht, in jĂŒngerer Zeit hat die Anzahl der Muslime durch Einwanderung aus dem Nahen Osten und Somalia stark zugenommen. Ferner gibt es in Helsinki eine jĂŒdische Gemeinde, eine von zweien in Finnland, mit rund 1200 Mitgliedern.cite-ref-41[41] Die Synagoge von Helsinki wurde im Jahr 1906 geweiht.
Politik
Hauptstadt
Helsinki ist die Hauptstadt der Republik Finnland. In der Stadt haben das Parlament, der Staatsrat (das Regierungsorgan), sÀmtliche Ministerien sowie der PrÀsident ihren Sitz. Daneben befinden sich auch die beiden höchsten Gerichtsinstanzen, der Oberste Gerichtshof und der Oberste Verwaltungsgerichtshof in Helsinki.
Wappen
Beschreibung: In Blau schwimmt auf einem weiĂen WellenschildfuĂ unter einer goldenen Krone ein goldenes Boot.
Stadtrat
| Partei | Wahlergebnis [ 42 ] | +/â | Sitzverteilung |
|---|---|---|---|
| Sammlungspartei (KOK) | 24,0 % | â1,6 | |
| Sozialdemokraten (SDP) | 23,3 % | +8,9 | |
| GrĂŒner Bund (VIHR) | 17,8 % | â2,0 | |
| LinksbĂŒndnis (VAS) | 17,0 % | +4,3 | |
| Basisfinnen (PS) | 5,5 % | â4,7 | |
| Schwedische Volkspartei (RKP) | 5,2 % | â1,3 | |
| Zentrumspartei (KESK) | 2,7 % | +0,2 | |
| Christdemokraten (KD) | 1,7 % | ±0,0 | |
| Liike Nyt (Bewegung Jetzt) (LIIK) | 1,0 % | â2,3 | |
| Wahlbeteiligung: 61,1 % | Wahlbeteiligung: 61,1 % | Wahlbeteiligung: 61,1 % | Wahlbeteiligung: 61,1 % |
Wie in allen finnischen StÀdten, ist auch in Helsinki der Stadtrat (finn. kaupunginvaltuusto) die höchste Entscheidungsinstanz bei lokalen Angelegenheiten. Dazu zÀhlen Stadtplanung, Schulen, Gesundheitswesen und öffentlicher Verkehr. Der aus 85 Mitgliedern bestehende Rat wird auf vier Jahre gewÀhlt.
Traditionell stellt die konservative Sammlungspartei die stĂ€rkste Fraktion im Stadtrat, gefolgt vom GrĂŒnen Bund, der in Helsinki landesweit am stĂ€rksten vertreten ist und hier die Sozialdemokraten auf den dritten Platz verdrĂ€ngt hat. Derzeit fallen knapp zwei Drittel der Sitze auf diese drei Parteien. Das LinksbĂŒndnis und die rechtspopulistischen Basisfinnen erreichten bei den Stadtratswahlen 2012 mit jeweils ca. 10 % ihre bisher besten Ergebnisse. Die Schwedische Volkspartei, die politische Vertretung der Finnlandschweden, erreicht mit gut 6 % einen Stimmenanteil, der dem Bevölkerungsanteil der Minderheit in der Hauptstadt entspricht. Obwohl eine der drei gröĂten Parteien des Landes, hat die Zentrumspartei, wie in den meisten anderen GroĂstĂ€dten, nur eine geringe Bedeutung. Weiterhin im Stadtrat vertreten sind die Christdemokraten und die Kommunistische Partei Finnlands.
Der Stadtdirektor von Helsinki trug aus historischen GrĂŒnden den Titel OberbĂŒrgermeister (finn. ylipormestari). Er war dem Stadtrat unterstellt und wird von diesem ernannt. Seit 2017 wĂ€hlt der Stadtrat den BĂŒrgermeister aus der Mitte der Delegierten und stellvertretenden Abgeordneten fĂŒr eine Amtszeit von vier Jahren. Die Amtszeit des BĂŒrgermeisters dauert an, bis ein neuer BĂŒrgermeister gewĂ€hlt wird. Der Rat kann jedoch die Amtszeit zwischen dem BĂŒrgermeister und dem stellvertretenden BĂŒrgermeister trennen. Jan Vapaavuori von der Sammlungspartei ist der erste nach dem neuen Verfahren gewĂ€hlte BĂŒrgermeister.
StÀdtepartnerschaften
Helsinki unterhĂ€lt keine StĂ€dtepartnerschaften, gehört aber zum METREX-Netzwerk der europĂ€ischen Metropolregionen. Die Stadt unterhĂ€lt Beziehungen zu den HauptstĂ€dten der anderen EU-Mitgliedsstaaten und Nordischen LĂ€nder sowie StĂ€dten des Ostseeraums. Daneben besteht eine besondere Zusammenarbeit mit Moskau und Peking. Helsinki ist Mitglied im Konvent der BĂŒrgermeister.
Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten
Architektur
Helsinki gilt als Hochburg des Klassizismus. Zudem wird das Stadtbild durch die Jugendstil-Architektur aus den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts geprÀgt. Unter den modernen GebÀuden sind mehrere Vertreter des Funktionalismus hervorzuheben.
Klassizismus
Nachdem Helsinki 1812 zur Hauptstadt erkoren worden war, beauftragte man den Architekten Carl Ludwig Engel (1778â1840) mit der Planung eines reprĂ€sentativen Zentrums nach dem Vorbild von Sankt Petersburg. Rund um den zentralen Senatsplatz (Senaatintori) liegt ein einzigartiges klassizistisches Ensemble mit dem zwischen 1830 und 1852 erbauten Dom, dem alten SenatsgebĂ€ude und dem HauptgebĂ€ude der UniversitĂ€t. Weitere nennenswerte klassizistische Bauten sind u. a. die Nationalbibliothek und der PrĂ€sidentenpalast. Engels klassizistisches Zentrum brachte Helsinki spĂ€ter den Beinamen weiĂe Stadt des Nordens ein.
Jugendstil
Der finnische Jugendstil ist stark von der nationalromantischen, vom Nationalepos Kalevala inspirierten Kunst jener Epoche beeinflusst.
Beispiele fĂŒr die Jugendstilarchitektur kann man in den WohnhĂ€usern vor allem von Stadtteilen wie Katajanokka, Kruununhaka oder Eira entdecken. Auch ReprĂ€sentationsbauten wie der Hauptbahnhof, das Nationalmuseum oder die Kirche von Kallio entstanden im nationalromantischen Jugendstil. Als bedeutendster Vertreter der finnischen Jugendstilarchitektur gilt Eliel Saarinen (1873â1950).
Funktionalismus
Mehrere Bauten in Helsinki entwarf der berĂŒhmte finnische Architekt Alvar Aalto (1898â1976), einer der Vorreiter des Funktionalismus. Viele seiner EntwĂŒrfe wie die Finlandia-Halle, ein 1971 fertiggestelltes Konzert- und KongressgebĂ€ude, oder das Hauptquartier des Papierkonzerns Stora Enso sind von der Bevölkerung teilweise kontrovers aufgenommen worden. Entlang der HauptstraĂe Mannerheimintie befinden sich mit dem Kulturzentrum Lasipalatsi, dem Posthaus und dem Olympiastadion weitere funktionalistische Bauten.
Weitere SehenswĂŒrdigkeiten
Die Flaniermeilen sind die Aleksanterinkatu und die Esplanadi. Erstere ist nach Zar Alexander I. benannt und fĂŒhrt vom Senatsplatz zum Mannerheimintie. Die Aleksanterinkatu wird von zahlreichen GeschĂ€ften gesĂ€umt, darunter Stockmann, dem gröĂten Warenhaus der nordischen LĂ€nder. Die Esplanadi verlĂ€uft parallel zur Aleksanterinkatu und besteht aus zwei StraĂen Pohjoisesplanadi und EtelĂ€esplanadi (Nord- und SĂŒdesplanade) mit einem dazwischen gelegenen Park. Am östlichen Ende der Esplanadi direkt am SĂŒdhafen liegt der Marktplatz (Kauppatori). Im Sommer werden auf dem belebten Markt Obst, GemĂŒse, frisch gefangener Fisch und Souvenirs verkauft. Dort befindet sich auch die Vanha kauppahalli, die Ă€lteste Markt- und Kaufhalle von Helsinki. Am Rand des Marktplatzes steht die bekannte Skulptur der Havis Amanda.
Vom Marktplatz verkehrt eine FĂ€hre zur Festung Suomenlinna (schwed. Sveaborg). Die Festung wurde 1748 auf mehreren vorgelagerten Inseln erbaut und gehört seit 1991 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Suomenlinna ist ein beliebtes Ausflugsziel fĂŒr Einheimische wie Touristen. Die Inseln werden heute noch von etwa 950 Menschen bewohnt. Ein Teil des GelĂ€ndes wird militĂ€risch genutzt und ist fĂŒr Zivilisten nicht zugĂ€nglich.
Auf einem Felsen im Westen der Halbinsel Katajanokka erhebt sich die orthodoxe Uspenski-Kathedrale. Der Bau im russisch-byzantinischen Stil wurde 1868 fertiggestellt und ist die gröĂte orthodoxe Kirche im westlichen Europa. Ein weiteres KirchengebĂ€ude, das viele Besucher anzieht, ist die moderne Temppeliaukio-Kirche im Stadtteil Töölö. Sie wurde 1969 in einen Granitfelsen hineingebaut. Noch jĂŒnger ist die 2012 fertiggestellte Kamppi-Kapelle. Ebenfalls im Stadtteil Kamppi befindet sich das Ă€lteste Hallenbad Finnlands, die Yrjönkadun uimahalli.
Das ehemalige Feuerschiff Relandersgrund ist heute ein Restaurantschiff.
Das Feuerwehrmuseum ist im Erottajan paloasema untergebracht.
Theater
Helsinki hat drei gröĂere Theater. Das Finnische Nationaltheater (Suomen Kansallisteatteri) wurde ursprĂŒnglich in Porvoo gegrĂŒndet. Es war das erste Theater, das StĂŒcke in finnischer Sprache auffĂŒhrte. Seit 1902 ist es in einem JugendstilgebĂ€ude am Bahnhofsplatz untergebracht. Das Helsinkier Stadttheater (Helsingin Kaupunginteatteri) entstand durch den Zusammenschluss des Arbeitertheaters und des Volkstheaters. Seit 1967 befindet sich das Stadttheater im Stadtteil Kallio. Das Schwedische Theater (Svenska Teatern) ist das Ă€lteste Theater der Stadt und fĂŒhrt StĂŒcke auf Schwedisch auf.
Musik
Das wichtigste Opernhaus des Landes ist die Finnische Nationaloper (Kansallisooppera) im Helsinkier Stadtteil Töölö. Neben Opern finden hier Konzerte und BallettauffĂŒhrungen statt. Im Jahr 2011 wurde das Konzerthaus Musiikkitalo eröffnet. Es ist das neue Musikzentrum des Philharmonischen Orchesters Helsinki (Helsingin kaupunginorkesteri), des finnischen Radio-Symphonieorchesters und der Sibelius-Akademie, der einzigen Musikhochschule Finnlands.
Ende August oder Anfang September ist Helsinki Schauplatz der Helsingfors Biennale. Konzerte, Ausstellungen, Oper und Ballett von internationalem Rang werden dann veranstaltet. Im FĂŒnfjahreszyklus findet zu Ehren von Jean Sibelius der Internationale Violinwettbewerb statt.
Im Sommer finden im Zentrum Helsinki zahlreiche Rock- und Popveranstaltungen unter freiem Himmel statt, darunter mehrere kostenlose Konzerte im Park Kaivopuisto und im Park von Kaisaniemi neben dem Hauptbahnhof. Im letztgenannten Park zieht das jĂ€hrliche Tuska Open Air Metal Festival jeden Juli rund 30.000 Besucher an und ist damit das gröĂte Metalfestival Finnlands.
Museen
Das Finnische Nationalmuseum (Suomen kansallismuseo) beherbergt Exponate ĂŒber die Geschichte Finnlands von prĂ€historischen Zeiten bis ins 21. Jahrhundert. Das MuseumsgebĂ€ude aus dem Jahr 1910 imitiert im nationalromantischen Jugendstil mittelalterliche Burgen und Kirchen. Das Museum der Stadt Helsinki stellt die fĂŒnfhundertjĂ€hrige Geschichte Helsinkis vor. Auch die UniversitĂ€t Helsinki unterhĂ€lt einige Museen, darunter das UniversitĂ€tsmuseum und das Museum fĂŒr Naturgeschichte.
Die Finnische Nationalgalerie ist auf drei Museen aufgeteilt. Im 1887 im Stil der Neorenaissance errichteten Ateneum am Bahnhofsplatz sind die wichtigsten finnischen Kunstwerke des 18. bis 20. Jahrhunderts ausgestellt, darunter etwa GemĂ€lde von Akseli Gallen-Kallela, Helene Schjerfbeck und Albert Edelfelt. Das Sinebrychoff-Kunstmuseum (Sinebrychoffin taidemuseo) zeigt klassische europĂ€ische Kunst. Der zeitgenössischen Kunst sind die Kunsthalle Helsinki und das Kiasma-Museum gewidmet. Diese Sammlungen enthalten finnische und auslĂ€ndische, vor allem nordeuropĂ€ische Kunst ab den 1960er Jahren. Die Architektur des modernen Baus an der StraĂe Mannerheimintie fĂŒhrte bei seiner Eröffnung 1998 zu Kontroversen. In Helsinki befindet sich mit dem Finnischen Architekturmuseum eines der Ă€ltesten Architekturzentren Europas. Neben dem Architekturmuseum liegt das Designmuseum, in dem u. a. die Kunst des finnischen Architekten und Designers Alvar Aalto vorgestellt wird.
Das Kunstmuseum HAM (Helsinki Art Museum) befindet sich in dem funktionalistischen ehemaligen Tennispalast in der Stadtmitte. Das HAM spezialisiert sich auf moderne und zeitgenössische Kunst und lockt Besucher mit seinen auĂergewöhnlichen Ausstellungen wie etwa zu Charlie Chaplin, Yayoi Kusama und Tove Jansson. Es zeigt die Kunstwerke auch auĂerhalb der eigenen RĂ€umlichkeiten in Parks, U-Bahn-Stationen und auf den StraĂen Helsinkis.
Auf der Insel Kuusisaari im Ă€uĂersten Westen der Stadt, nahe der Grenze zur Nachbarstadt Espoo, befindet sich das Kunstmuseum Didrichsen. Das Ehepaar Marie-Louise und Gunnar Didrichsen sammelte seit der Mitte des 20. Jahrhunderts Kunstwerke und machte seine von einem modernen Skulpturenpark umgebene Villa, errichtet von dem Architekten Viljo Revell in den Jahren 1958/59, zu einem Museum. JĂ€hrlich werden dort Ausstellungen von KĂŒnstlern wie Edvard Munch und Helene Schjerfbeck gezeigt.cite-ref-43[43]
Freizeit und Erholung
FĂŒr eine Stadt ihrer GröĂenordnung verfĂŒgt Helsinki ĂŒber recht viele GrĂŒnanlagen. UngefĂ€hr 30 % des Stadtgebietes bestehen aus WĂ€ldern oder Parks. Der bekannteste Park Helsinkis ist der im SĂŒdosten des Stadtzentrums direkt am Meer gelegene Kaivopuisto. Er entstand in den 1830er Jahren als Park eines Kurbades. Seit 1886 ist er ein öffentlicher Park. Von den Felsen des Kaivopuisto eröffnet sich ein Blick ĂŒber die SchĂ€ren vor der KĂŒste Helsinkis hinĂŒber nach Suomenlinna. Weitere Parks im Zentrum sind der Park in Kaisaniemi und der sogenannte Pestpark (Ruttopuisto) an der Alten Kirche in der Bulevardi-StraĂe. Letzterer diente bis 1829 als Friedhof und erhielt seinen Namen, weil dort die Toten der Pestepidemie von 1710 bestattet wurden.
Im zentrumsnahen Stadtteil Alppiharju befindet sich der 1950 eröffnete Freizeitpark LinnanmĂ€ki. Er wird umgangssprachlich auch Lintsi genannt und wird vom Kinderhilfswerk Lasten PĂ€ivĂ€n SÀÀtiö betrieben. Der Park hat 40 FahrgeschĂ€fte von unterschiedlicher GröĂe, deren bekanntestes die 1951 gebaute Holzachterbahn Vuoristorata ist. Der Eintritt ist frei; die einzelnen FahrgeschĂ€fte verlangen jedoch Eintritt (mit einigen Ausnahmen, wie z. B. dem Aussichtsturm Panoraama).cite-ref-44[44] LinnanmĂ€ki hat von April bis September geöffnet.
An der Hietaniemi-Bucht im Westen des Zentrums befinden sich ein Badestrand und der weitlĂ€ufige Friedhof von Hietaniemi. Etwas weiter nördlich im Stadtteil Taka-Töölö liegt der Sibelius-Park mit dem Sibelius-Denkmal, das zu Ehren des Komponisten Jean Sibelius aus ĂŒber 600 Stahlröhren errichtet wurde. Die Insel Seurasaari ist ein beliebtes Ausflugsziel und beherbergt ein Freilichtmuseum. Der gröĂte Park in Helsinki ist der 10 kmÂČ groĂe Zentralpark (Keskuspuisto), der nördlich von Töölö beginnt und bis zur Nordgrenze Helsinkis reicht. Allerdings handelt es sich eher um ein naturbelassenes Waldgebiet als um einen Park. Als Besonderheit des Parks gelten die Flughörnchen, deren Population sich in den letzten Jahren erstaunlich schnell erholt hat, nachdem sie Ende des 20. Jahrhunderts schon als verschwunden gegolten hatten.cite-ref-45[45]
Sport
Die wichtigste internationale Sportveranstaltung, die bisher in Helsinki stattgefunden hat, waren die Olympischen Sommerspiele 1952. UrsprĂŒnglich sollte Helsinki bereits die Olympischen Spiele 1940 ausrichten, diese mussten aber wegen des Zweiten Weltkrieges abgesagt werden. Das gröĂte internationale Ereignis, das in Finnland stattgefunden hat, war fĂŒr das kleine Land, das sich gerade erst von den Kriegsfolgen erholte, eine Möglichkeit, sich der Weltöffentlichkeit zu prĂ€sentieren. Die Leichtathletik-Weltmeisterschaften fanden 1983 und 2005 in Helsinki statt. Daneben wurde 1974, 1982, 1991, 1997 und 2003 in Helsinki um die Eishockey-Weltmeisterschaft gespielt. Im Jahr 2009 war Helsinki zentraler Schauplatz der in Finnland ausgetragenen FuĂball-Europameisterschaft der Frauen.
Der FuĂballklub HJK Helsinki ist der Rekordmeister der Veikkausliiga. In der Saison 1998/99 qualifizierte er sich als erster und bislang einziger finnischer Verein fĂŒr die UEFA Champions League. Er trĂ€gt seine Heimspiele im 2000 erbauten Finnair Stadium neben dem Olympiastadion aus. Im Eishockey gehören die beiden Helsinkier Klubs Jokerit und HIFK zu den Spitzenmannschaften der KHL bzw. der Liiga. Die Heimarena von HIFK ist die Eishalle Helsinki, ebenfalls in Nachbarschaft des Olympiastadions, wĂ€hrend Jokerit in der 1997 eröffneten Multifunktionshalle Hartwall Arena im Stadtteil Pasila spielt. Der SSV Helsinki gewann mehrfach Meisterschaft und den Pokal im Floorball.
Die gröĂte regelmĂ€Ăig in Helsinki stattfindende Sportveranstaltung ist der Helsinki Cup, ein seit 1976 veranstaltetes FuĂballturnier fĂŒr Junioren. 2002 wurde mit 819 Mannschaften ein Teilnehmerrekord aufgestellt. Am Helsinki City Marathon nehmen alljĂ€hrlich rund 6000 LĂ€ufer statt. Der Rundparcours der Marathonstrecke beginnt in der NĂ€he des Olympiastadions neben dem Paavo-Nurmi-Denkmal, fĂŒhrt am Ostseeufer entlang ĂŒber mehrere BrĂŒcken und Inseln und endet normalerweise im Olympiastadion (wĂ€hrend der Renovierung des Stadions von 2016 bis 2019 im direkt angrenzenden Töölö-FuĂballstadion).cite-ref-46[46]
Ein auslandsdeutscher FuĂballverein ist der seit 2015 bestehende FC Germania Helsinki, der auch soziale und kulturverbindende Vereinsarbeit betreibt.cite-ref-47[47]cite-ref-48[48]
Wirtschaft
Die Wirtschaft Finnlands ist untrennbar mit der Region Helsinki verbunden, die ungefĂ€hr ein Drittel des Bruttoinlandsproduktes der Volkswirtschaft erwirtschaftet. Mit der Börse Helsinki und zahlreichen Banken ist Helsinki Zentrum des Finanzlebens in Finnland. Als RĂŒckgrat der Wirtschaft von Helsinki können heute die Informationstechnik und der Finanzsektor gelten.
Die Wirtschaft von Helsinki hat sich schrittweise von der Industrie entfernt und beruht heute hauptsĂ€chlich auf dem Dienstleistungssektor. Die meisten finnischen Konzerne und die regionalen Abteilungen von internationalen Konzernen haben ihre Hauptquartiere im GroĂraum Helsinki, hauptsĂ€chlich wegen der internationalen Verbindungen, des Logistik-Netzwerks und der VerfĂŒgbarkeit von ArbeitskrĂ€ften. 83 der 100 gröĂten Unternehmen des Landes haben ihren Hauptsitz in Helsinki. Allerdings haben sich einige der bedeutendsten Unternehmen, darunter zum Beispiel Nokia, in der Nachbarstadt Espoo angesiedelt. Zu den wichtigsten in Helsinki selbst ansĂ€ssigen Konzernen gehören der Telekom-Dienstleister Elisa, die Medienkonzerne Otava und Sanoma sowie im Handelswesen die EinzelhĂ€ndler Kesko, HOK-Elanto sowie die Warenhauskette Stockmann.
Auch Yleisradio, die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Finnlands, hat ihren Sitz in der Hauptstadt. Yle betreibt vier nationale Fernsehsender sowie einige nationale und regionale Radiosender. Die Rundfunkanstalt ist Mitglied in der EuropÀischen Rundfunkunion (EBU) und der Nordvision, einem Zusammenschluss staatlicher Rundfunkanstalten in den nordischen LÀndern.
WĂ€hrend der Mitte des 20. Jahrhunderts konnte Helsinki als wichtigster Industriestandort Finnlands gelten, doch zwischen 1960 und 1980 halbierte sich die Anzahl der ArbeitsplĂ€tze im Industriesektor. Ăbriggeblieben sind aber noch unter anderem die Werft Helsinki Shipyard in Hietalahti und die ABB-Werke in PitĂ€jĂ€nmĂ€ki. Die Arabia-Keramikfabrik, die zeitweilig eine der gröĂten in Europa war, wurde 2016 geschlossen; ihre Produktion wurde nach RumĂ€nien und Thailand ausgelagert.cite-ref-49[49]
Jedes Jahr im Oktober findet im Zentrum Helsinkis der traditionelle Strömlingsmarkt statt.
Jedes Jahr im November findet in Helsinki das Startup- und Technik-Event Slush statt.
FĂŒr das Jahr 2012 wurde Helsinki von der World Design Organization zum World Design Capital nominiert.
In einer Rangliste der StÀdte nach ihrer LebensqualitÀt belegte Helsinki im Jahr 2018 den 32. Platz unter 231 untersuchten StÀdten weltweit.cite-ref-50[50]
Verkehr
Flugverkehr
Der internationale Flughafen Helsinki-Vantaa liegt 15 Kilometer nördlich des Stadtzentrums in der Nachbarstadt Vantaa. Er ist der gröĂte Verkehrsflughafen Finnlands und bedient 18 Millionen FluggĂ€ste im Jahr. Bis zu seiner Eröffnung im Jahr 1952 war der Flughafen Malmi im Stadtteil Malmi, 10 Kilometer nordöstlich des Zentrums, der Hauptflughafen der Stadt. Heute dient er der allgemeinen Luftfahrt. Die Stadt Helsinki strebt langfristig eine SchlieĂung des Flughafens Malmi an, um die FlĂ€che fĂŒr den Wohnungsbau freizumachen. Die geplante SchlieĂung ist aber umstritten. Daneben betrieb die Fluggesellschaft Copterline bis 2008 eine Hubschrauberverbindung vom Hafen Helsinkis nach Tallinn.
Schifffahrt
Der Hafen Helsinki ist der gröĂte Hafen fĂŒr den Fracht- und Personenverkehr in Finnland. Der Personenverkehr konzentriert sich auf den im unmittelbaren Zentrum der Stadt gelegenen SĂŒdhafen (EtelĂ€satama) sowie auf den Westhafen (LĂ€nsisatama) im gleichnamigen Stadtteil. Der Frachtverkehr wird heute komplett im Ende 2008 fertiggestellten Hafen in Vuosaari abgewickelt (abgesehen von Lkw, die auf den PassagierfĂ€hren mitfahren, die den SĂŒd- und Westhafen benutzen). Die FlĂ€chen des frĂŒher fĂŒr den Frachtverkehr genutzten Teiles des Westhafens und des ehemaligen Containerhafens im Stadtteil SörnĂ€inen sind dadurch fĂŒr neue Wohnbauprojekte freigeworden.
Im Jahr 2020 wurden im Hafen 13,3 Mio. Tonnen GĂŒter (2019: 14,4 Mio. t; 2018: 14,7 Mio. t) umgeschlagen, die Zahl der Container lag bei rund 507.000 TEU (2019: 533.810 TEU; 2018: 509.500 TEU).cite-ref-51[51] Im FĂ€hrverkehr gab es 2019 12,2 Mio. Reisende und 603.500 Passagiere von Kreuzfahrtschiffencite-ref-52[52], 2018 waren es 11,6 Mio. Passagiere, 520.000 auf Kreuzfahrtschiffen.cite-ref-53[53] Im Jahr 2013 legten insgesamt 8126 Schiffe im Hafen von Helsinki an; das entspricht einem Schnitt von etwa 22 Schiffen pro Tag. In der Sommersaison 2013 besuchten 283 Kreuzfahrtschiffe den Hafen und brachten 424.000 TagesausflĂŒgler nach Helsinki. Das Volumen des Linienverkehrs lag 2013 bei 10,7 Millionen Reisenden im Jahr.cite-ref-54[54] Da sich die PassagierkapazitĂ€t der Kreuzfahrtschiffe erhöht, waren es in der Sommersaison 2017 insgesamt 266 Kreuzfahrtschiffe mit 478.000 TagesgĂ€sten; das entspricht einer Zunahme von 18,6 % zum Vorjahr. Kreuzfahrtschiffe legen je nach ihrer GröĂe sowohl im SĂŒdhafen als auch im Westhafen an.cite-ref-55[55] AuĂerdem ĂŒberholte die Verbindung TallinnâHelsinkiâTallinn von ihrer PassagierkapazitĂ€t alle anderen Schiffsrouten in Europa,cite-ref-56[56] zum Beispiel auch diejenige zwischen Dover und Calais. Die FĂ€hrgesellschaften Viking Line, Silja Line, Finnlines, Tallink, Linda Line und Stella Naves Russia bieten regelmĂ€Ăige FĂ€hrverbindungen nach Tallinn, Stockholm, Sankt Petersburg, LĂŒbeck-TravemĂŒnde, Rostock und Gdynia an. Reisen mit den sogenannten Schwedenschiffen (ruotsinlaiva), die an Bord Restaurants, Nachtklubs und Tax-Free-Shops bieten, sind schon seit langem populĂ€r.
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion entstanden zur rund 80 Kilometer entfernten estnischen Hauptstadt Tallinn dermaĂen rege Verbindungen, dass man schon von einer gemeinsamen GroĂstadtregion namens Talsinki spricht. Tallinn ist wegen seiner malerischen Altstadt und des niedrigen Preisniveaus fĂŒr TagesausflĂŒgler aus Helsinki attraktiv. Umgekehrt pendeln etwa 17.500â18.500 Esten zum Arbeiten in die Region Helsinki (Stand 2011).cite-ref-57[57] Die Möglichkeit eines Helsinki-Tallinn Tunnels fĂŒr den Schienenverkehr wurde von 2016 bis 2018 in einer von der EU finanzierten Feasibility-Studie untersucht.cite-ref-58[58]cite-ref-59[59] Dieser Tunnel wĂ€re der lĂ€ngste Unterseetunnel der Welt.
Eisenbahn
Helsinki Hauptbahnhof ist der gröĂte Kopfbahnhof des Zugverkehrs in Finnland. FernzĂŒge verkehren in die wichtigsten StĂ€dte Finnlands. AuĂerdem ist der Hauptbahnhof Endpunkt aller Linien des Schienennahverkehrs, der das Zentrum mit den nördlichen und westlichen Vororten und NachbarstĂ€dten verbindet. Das BahnhofsgebĂ€ude wurde 1919 nach PlĂ€nen des Architekten Eliel Saarinen fertiggestellt und ist ein Wahrzeichen der Stadt.
Alle vom Hauptbahnhof abfahrenden ZĂŒge halten als erstes im Bahnhof Pasila, der fĂŒr die Bewohner der Vororte und umliegenden Gemeinden das gröĂte Umsteigedrehkreuz bildet. Hier teilt sich die Strecke in die Hauptbahn (pÀÀrata) ĂŒber HĂ€meenlinna nach Tampere und die KĂŒstenbahn (rantarata) nach Turku.
Ăffentlicher Personennahverkehr
Der öffentliche Personennahverkehr wird mit Bussen, StraĂenbahn-, U-Bahn-, Nahverkehrs-ZĂŒgen und FĂ€hren durchgefĂŒhrt. FĂŒr Planung und Koordination des Nahverkehrs ist seit 2010 der regionale Verkehrsverbund HSL zustĂ€ndig. Im Jahr 2010 wurden auf dem gesamten HSL-Gebiet (Helsinki, Espoo, Vantaa, Kauniainen, Kerava, Kirkkonummi, Sipoo) 326,9 Millionen FahrgĂ€ste befördert, davon 166,6 Mio. mit Bussen, 57,1 Mio. mit der U-Bahn, 54,5 Mio. mit der StraĂenbahn, 47,1 Mio. mit NahverkehrszĂŒgen und 1,6 Mio. mit der FĂ€hre nach Suomenlinna.cite-ref-60[60] Der Anteil des ĂPNV am gesamten stadtinternen Verkehrsaufkommen lag im Herbst 2014 bei 32 %.cite-ref-modal-split-61-0[61]
Die 1982 eröffnete Metro Helsinki ist die einzige U-Bahn Finnlands. Sie verband zunĂ€chst das Zentrum mit dem Osten der Stadt. Durch die Inbetriebnahme der sogenannten Westmetro zwischen 2017 und 2022 wurde sie im Westen in die Nachbarstadt Espoo verlĂ€ngert. Die beiden Linien der Metro (M1 und M2) verkehren zum gröĂten Teil auf derselben Strecke, verzweigen sich aber am östlichen Ende. Das Netz mit 25 Stationen ist 35 km lang, davon befinden sich 19 Stationen im Stadtgebiet Helsinkis und die restlichen 6 in Espoocite-ref-62[62].
Die StraĂenbahn Helsinki ist neben der StraĂenbahn Tampere der einzige StraĂenbahnbetrieb Finnlands. Sie besitzt zehn herkömmliche StraĂenbahnlinien, die alle in der Innenstadt verkehren, sowie mit der Linie 15 (Raide-Jokeri) eine SchnellstraĂenbahnlinie, die halbringförmig vom Osten Helsinkis ĂŒber die nördlichen AuĂenbezirke nach Espoo fĂŒhrt. Eine weitere SchnellstraĂenbahnstrecke ĂŒber die neu zu errichtenden Kruunusillat-BrĂŒcken ist im Bau.
Das Schienennahverkehrssystem ist in dieser Form das einzige des Landes. Es besteht aus ZĂŒgen, die das Zentrum Helsinkis mit Zielen nördlich und westlich der Stadt verbinden. Auch der Flughafen Helsinki wird seit 2015 von den NahverkehrszĂŒgen angefahren. Daneben gibt es ein dichtes Busnetz. Im unterirdischen Busbahnhof im 2005 eröffneten Kampin keskus werden der Busverkehr nach Espoo und der Fernbusverkehr abgewickelt. Die Busterminals werden jeden Tag von insgesamt etwa 170.000 FahrgĂ€sten benutzt.
Das Verkehrssystem ist weitgehend radial auf das Zentrum Helsinkis ausgerichtet. Somit sind die Verbindungen von den AuĂenbezirken ins Zentrum sehr gut, die Querverbindungen zwischen den AuĂenbezirken sind schlechter ausgebaut. Im 21. Jahrhundert wurden daher vorrangig Tangentialstrecken gebaut. Die Metrobus-Ă€hnliche Jokeri-Buslinie im Jahr 2003 und deren Umbau in die StraĂenbahnlinie 15 zwanzig Jahre spĂ€ter bilden einen Halbring um die Stadt, wĂ€hrend die 2015 eröffnete Ringbahn ĂŒber den Flughafen die Eisenbahnstrecken nach Tampere und Turku verbindet. AuĂerdem hat sich die U-Bahn mit der Eröffnung der Westmetro von einer Radial- in eine Durchmesserlinie gewandelt.
StraĂenverkehr
Die GesamtlĂ€nge des Helsinkier StraĂennetzes betrĂ€gt 1078 km, davon sind 997 km asphaltiert (Stand 2007).cite-ref-63[63] Die Stadt wird von zwei RingstraĂen, Ring I und Ring III, umschlossen. Weil Helsinki an der KĂŒste liegt, sind diese halbkreisförmig. Die mittlere RingstraĂe (Ring II) ist ein BruchstĂŒck geblieben, ein vollstĂ€ndiger mittlerer Ring ist nicht mehr geplant. Stattdessen wird die Option diskutiert, in einem sogenannten Zentrumstunnel den Ost-West-Durchgangsverkehr unter dem Zentrum hindurchzufĂŒhren.
Wegen des guten öffentlichen Verkehrs und der kurzen Entfernungen spielt der Pkw-Verkehr in Helsinki, insbesondere in der Innenstadt, eine vergleichsweise geringe Rolle. Im stadtweiten Durchschnitt lag der Anteil des Autoverkehrs im Herbst 2014 bei 22 % des Verkehrsaufkommens.cite-ref-modal-split-61-1[61] Die Anzahl der zugelassenen Personenkraftwagen pro 1000 Einwohner, der sogenannte Motorisierungsgrad, liegt mit 403 deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 548 (Stand: Ende 2011).cite-ref-64[64] Die Mehrheit der Helsinkier Haushalte hat kein eigenes Auto.cite-ref-65[65]
Die Politik versucht besonders den Kraftfahrzeugverkehr von auĂerhalb in Richtung Innenstadt durch eine Reglementierung der Parkmöglichkeiten zu begrenzen. So gibt es fĂŒr Ortsfremde in der Innenstadt fast nur kurzfristige und/oder kostenpflichtige ParkplĂ€tze. Anwohnerparken wird dagegen gefördert: Dauerparkgenehmigungen sind fĂŒr Anwohner relativ gĂŒnstig, und fĂŒr Neubauten schreibt die Stadt eine vergleichsweise hohe Mindestanzahl von ParkplĂ€tzen vor, die auf dem GrundstĂŒck zu realisieren sind (oft in einer Tiefgarage).
Helsinki verfolgt die Vision Zero, deren Ziel es ist, schwere UnfĂ€lle im StraĂenverkehr zu vermeiden. Die Zahl der Verkehrstoten und möglichst auch die der schwer Verletzten soll auf null sinken. BezĂŒglich Verkehrstoter hat Helsinki dieses Ziel bereits in mehreren Jahren erreicht. Zu den HintergrĂŒnden und den umgesetzten MaĂnahmen gab es in Deutschland Radioberichte und Fach-Fortbildungen.cite-ref-66[66]cite-ref-67[67]
FuĂ- und Fahrradverkehr
Im Herbst 2014 lag der Anteil des FuĂverkehrs bei 34 % und der des Fahrradverkehrs bei 11 % des gesamten stadtinternen Verkehrsaufkommens.cite-ref-modal-split-61-2[61] Die GesamtlĂ€nge der Helsinkier Fahrradwege betrĂ€gt 1200 km, allerdings handelt es sich zu einem groĂen Teil um kombinierte Geh- und Radwege. Die Radwege sind auf einer Strecke von 730 km asphaltiert. Etwa 500 km der Radwege befinden sich in GrĂŒngebieten, 90 km folgen Ufern.cite-ref-68[68] Die Stadt Helsinki strebte bis zum Jahr 2020 eine Anhebung des Anteils der Radverkehrs auf 15 Prozent an.cite-ref-69[69] Erreicht werden sollte dies insbesondere durch den Ausbau des Radwegnetzes, vor allem in der bislang relativ schlecht abgedeckten Innenstadt. Vorzeigeprojekt ist die 2012 auf einer ehemaligen Eisenbahntrasse eröffnete Baana, ein 1,3 km langer, kreuzungsfreier Radschnellweg, der von Ruoholahti mitten durchs Zentrum in die NĂ€he des Hauptbahnhofs fĂŒhrt.cite-ref-70[70] Auch die Instandhaltung der Radwege soll verbessert werden, vor allem die SchneerĂ€umung wĂ€hrend der Wintermonate. Seit Mai 2016 gibt es wieder ein öffentliches Fahrradverleihsystem mit 238 Verleihstationen, die von Anfang April bis Ende Oktober in Benutzung sind.cite-ref-71[71] Ein solches gab es bereits Anfang des 21. Jahrhunderts einige Jahre lang.
Infrastruktur
Energieversorgung
Die Stadt Helsinki besitzt ein eigenes Energieversorgungsunternehmen, Helsingin Energia, das Strom, FernwĂ€rme und FernkĂ€lte produziert und EigentĂŒmer der entsprechenden Ăbertragungsnetze in Helsinki ist. Ein groĂer Teil der Stromabnehmer in der Stadt bezieht seinen Strom von Helsingin Energia; es gibt aber auch andere Anbieter. Das FernwĂ€rmesystem von Helsingin Energia deckt fast die gesamte Stadt ab und befriedigt 90 % ihres WĂ€rmebedarfs.cite-ref-72[72]
Es gibt in Helsinki drei gröĂere Kraftwerke, die alle von Helsingin Energia betrieben werden und im sehr energieeffizienten Kraft-WĂ€rme-Kopplungsverfahren gleichzeitig Strom und FernwĂ€rme produzieren. Dies sind: ein erdgasbetriebenes Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk mit zwei Blöcken im Stadtteil Vuosaari und jeweils ein steinkohlebetriebenes Kraftwerk in Salmisaari (Stadtteil LĂ€nsisatama) und in Hanasaari (Stadtteil SörnĂ€inen). Daneben gibt es eine Reihe kleinerer Anlagen.cite-ref-73[73] Als erneuerbare Energiequelle hat das Kraftwerk in Hanasaari seit 2012 Holzpellets in einer Pilotanlagecite-ref-74[74] verbrannt; seit Anfang 2018 werden Holzpellets im Kraftwerk Salmisaari fĂŒr die Energieproduktion auch routinemĂ€Ăig verfeuert.cite-ref-75[75] Das Verbrennungskraftwerk Hanasaari wird nur noch bis Ende 2024 in Betrieb bleiben und dann durch ein modernes Kraftwerk in Vuosaari ersetzt werden, das seine Energie durch (Meerwasser-)WĂ€rmepumpen und aus erneuerbaren Energiequellen bezieht.cite-ref-76[76] Helsingin Energia besitzt auch Anteile an anderen Energieunternehmen, ĂŒber die es auch an Wind- und Atomkraftanlagen auĂerhalb Helsinkis beteiligt ist.
Im Jahr 2011 wurden von Helsingin Energia und den Tochtergesellschaften 7.126 GWh Strom produziert, davon 5.081 GWh innerhalb der Stadt. Der Energiemix der gesamten Stromproduktion war wie folgt: 51 % Erdgas, 21 % Steinkohle, 20 % Atomkraft, 8 % erneuerbare Energien. FernwĂ€rme wurde innerhalb Helsinkis 6.674 GWh produziert. Hier war der Energiemix 51 % Erdgas, 42 % Steinkohle, 4 % Ăl, 3 % aus AbwĂ€ssern zurĂŒckgewonnene WĂ€rme (s. u.).cite-ref-77[77] Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil der erneuerbaren Energien auf 20 % angehoben werden, bis 2050 soll die Produktion klimaneutral sein.cite-ref-78[78]
Wasserversorgung
FĂŒr die Wasserversorgung ist seit 2010 der Regionalverband HSY zustĂ€ndig. Das Leitungswasser kommt aus dem etwa 120 km nördlich gelegenen PĂ€ijĂ€nne-See und wird durch den PĂ€ijĂ€nne-Tunnel, einen der lĂ€ngsten Felstunnel der Welt, nach Helsinki gefĂŒhrt. Dort gibt es zwei Wasseraufbereitungsanlagen, in denen das Wasser zu Trinkwasser aufbereitet wird: eine in PitkĂ€koski und eine in Vanhakaupunki.cite-ref-79[79] Das qualitativ hochwertige Wasser wurde zeitweise sogar in Trinkflaschen abgefĂŒllt ins Ausland exportiert.cite-ref-80[80] Nötigenfalls kann statt des PĂ€ijĂ€nne-Wassers auch das Wasser des Vantaanjoki zu Trinkwasser aufbereitet werden.
Die AbwĂ€sser werden in zwei Anlagen, in ViikinmĂ€ki in Helsinki und in Suomenoja in Espoo, gereinigt, bevor sie ins Meer geleitet werden. Als Nebenprodukt der Reinigung entsteht u. a. Biogas, welches zur Energiegewinnung genutzt wird.cite-ref-81[81] AuĂerdem wird die im Abwasser enthaltene WĂ€rmeenergie zurĂŒckgewonnen und ins Helsinkier FernwĂ€rmenetz eingespeist.cite-ref-82[82]
Bildung und Forschung
Die Region Helsinki ist das wissenschaftliche Zentrum Finnlands. Es gibt dort fĂŒnf Hochschulen und UniversitĂ€ten mit insgesamt ca. 60.000 Studenten. Alle diese Hochschulen haben ihren Hauptsitz in Helsinki selbst, mit Ausnahme der Aalto-UniversitĂ€t, die ihren Hauptsitz in der Nachbarstadt Espoo hat. Dazu kommen sechs Fachhochschulen sowie mehrere unabhĂ€ngige Forschungseinrichtungen wie z. B. das VTT Technical Research Centre (letzteres in Espoo).
Hochschulen und UniversitÀten
Die UniversitĂ€t Helsinki ist die Ă€lteste und mit ca. 35.000 Studenten (Stand: 2013)cite-ref-83[83] auch die gröĂte UniversitĂ€t Finnlands. Sie ist eine VolluniversitĂ€t und Nachfolgerin der 1640 gegrĂŒndeten Akademie zu Turku, die nach dem groĂen Turkuer Stadtbrand von 1828 nach Helsinki verlegt wurde. Das klassizistische HauptgebĂ€ude liegt am Senatsplatz und wurde von Carl Ludwig Engel entworfen. Neben dem Campus im Zentrum gibt es drei weitere Campusse in den Stadtteilen Kumpula (Mathematik und Naturwissenschaften), Viikki (Bio- und Umweltwissenschaften, Agrarwirtschaft, Tiermedizin, Pharmazie) und Meilahti (Medizin)cite-ref-84[84]. Bei internationalen Hochschulrankings ist die UniversitĂ€t Helsinki regelmĂ€Ăig die bestplatzierte finnische UniversitĂ€t. Im Shanghai-Ranking 2014 lag sie auf Platz 73. (Zum Vergleich: Nur drei deutsche UniversitĂ€ten konnten sich besser platzieren, nĂ€mlich die Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t MĂŒnchen und die Ruprecht-Karls-UniversitĂ€t Heidelberg auf dem geteilten Platz 49 und die Technische UniversitĂ€t MĂŒnchen auf Platz 53.)cite-ref-85[85]
Die nach dem Architekten und Designer Alvar Aalto benannte Aalto-UniversitĂ€t, deren Hauptcampus in der Nachbarstadt Espoo liegt, konzentriert sich auf Technik und Wirtschaft. Sie entstand 2010 durch die Fusion dreier vormals unabhĂ€ngiger Hochschulen: der Technischen UniversitĂ€t Helsinki (gegrĂŒndet 1849, Hochschulstatus seit 1908), der Handelshochschule Helsinki (1904/1911) und der Hochschule fĂŒr Kunst und Design Helsinki (1871/1973). Im Jahr 2015 hatte die Aalto-UniversitĂ€t ca. 20.000 Studenten.cite-ref-86[86]
Die UniversitĂ€t der KĂŒnste Helsinki entstand im Jahr 2013 ebenfalls durch Fusion, und zwar der Sibelius-Akademie (gegrĂŒndet 1882, Hochschulstatus seit 1980), der Kunstakademie Helsinki (1848/1993) und der Theaterakademie Helsinki (1979). Sie ist die einzige KunstuniversitĂ€t Finnlands und hatte im Jahr 2013 ca. 2000 Studenten.cite-ref-87[87]
Weiterhin gibt es die 1909 gegrĂŒndete, schwedischsprachige Hanken Schwedische Handelshochschule mit ca. 2400 Studentencite-ref-88[88] und die 1993 gegrĂŒndete Verteidigungshochschule der finnischen Armee mit knapp 1000 Studenten.cite-ref-89[89]
DarĂŒber hinaus gibt es in Helsinki fĂŒnf Fachhochschulen. Die beiden gröĂten sind Haaga-Helia und Metropolia. Weitere Fachhochschulen sind die auf Sozialarbeit und Diakonie spezialisierte Diakonie-Fachhochschule, die auf Kultur und Jugendarbeit ausgerichtete Humanistische Fachhochschule und die schwedischsprachige Yrkeshögskolan Arcada.
Grundschulen und Gymnasien
Die Stadt Helsinki unterhÀlt 131 Grundschulen (peruskoulu)cite-ref-90[90] und 17 Gymnasien (lukio)cite-ref-91[91], ein Teil davon schwedischsprachig (Stand: 2013). Daneben gibt es einige private Schulen, darunter mehrere englisch- und zwei französischsprachige Schulen, eine russischsprachigecite-ref-92[92] und eine deutschsprachige Schule (die Deutsche Schule Helsinki)cite-ref-93[93].
Bibliotheken
Die Finnische Nationalbibliothek direkt gegenĂŒber vom Dom von Helsinki ist die Ă€lteste und bedeutendste wissenschaftliche Bibliothek des Landes. Sie ist der UniversitĂ€t Helsinki unterstellt und fĂŒhrte bis 2006 den Namen UniversitĂ€tsbibliothek Helsinki. Die heutige UniversitĂ€tsbibliothek Helsinki dagegen entstand 2010 durch die Fusion der diversen Fachbibliotheken der UniversitĂ€t und ist in einem modernen, 2012 fertiggestellten GebĂ€ude untergebracht.
Die stÀdtischen Bibliotheken der Hauptstadtregion (Helsinki, Espoo, Vantaa und Kauniainen) sind zu einem Verbund namens HelMet (von Helsinki Metropolitan Area Libraries) zusammengeschlossen. Dieser unterhÀlt ein Netz von 63 eigentlichen Bibliotheken, davon 37 in Helsinki,cite-ref-97[97] sowie einigen anderen Einrichtungen wie z. B. sechs Fahrbibliotheken (Stand: 2015).cite-ref-98[98] Der Bau einer neuen Zentralbibliothek wurde im Januar 2015 vom Stadtrat Helsinkis beschlossen. Die Bibliothek Oodi entstand nordwestlich des Hauptbahnhofs und wurde im Dezember 2018 eröffnet.cite-ref-99[99]cite-ref-100[100]cite-ref-101[101] Zu den weiteren Bibliotheken vor Ort zÀhlt auch die Deutsche Bibliothek Helsinki.
Persönlichkeiten
â
Hauptartikel
:
Liste von Persönlichkeiten der Stadt Helsinki
Helsinki ist Geburtsort zahlreicher prominenter Persönlichkeiten. Dazu gehören unter anderem die Sopranistin Aino AcktĂ©, die Designerin Aino Aalto, der NobelpreistrĂ€ger Ragnar Granit, die frĂŒhere finnische StaatsprĂ€sidentin Tarja Halonen, die Schriftstellerin und Illustratorin Tove Jansson, der Polarforscher Adolf Erik Nordenskiöld, die Schauspieler Matti PellonpÀÀ und Kati Outinen, der Komponist Einojuhani Rautavaara, die Malerin Helene Schjerfbeck, der GrĂŒnder des Linux- und des Git-Projektes Linus Torvalds, der Schriftsteller Mika Waltari, der SĂ€nger und Songwriter Samu Haber, der im MusikgeschĂ€ft tĂ€tige Ville Valo sowie die finnische MinisterprĂ€sidentin Sanna Marin.
Literatur
âą Astrid Feltes-Peter: Baedeker Finnland. 2. Auflage. Baedeker, Ostfildern 2002, ISBN 3-89525-478-9, S. 114 ff.
âą Arvi Ilonen: Helsinki: An Architectural Guide. Otava, Helsinki 1990, ISBN 951-1-10762-3 (englisch).
âą Neil Kent: Helsinki: A Cultural and Literary History. Signal Books, Oxford 2004, ISBN 1-902669-75-4 (englisch).
⹠Heikki MÀntymÀki, Teresia Liljelund: StÀdtebauliche Betrachtungen Helsinki. Helsingin kaupungin kaupunkisuunnitteluvirasto / Stadtplanungsamt, Helsinki 2008, ISBN 978-952-223-054-6.
âą Eino E. Suolahti: Helsinki: Eine Empirestadt. Otava, Helsinki 1973, ISBN 951-1-01240-1.
âą HĂ©lĂšne le Tac, Lotta Sonninen: National Geographic Explorer â Helsinki (Ăbersetzt von Ulrike Jamin). National Geographic, Hamburg 2010, ISBN 978-3-86690-176-6.
Weblinks
Commons
: Helsinki
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Helsinki
â Quellen und Volltexte
Wiktionary: Helsinki
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Wikivoyage: Helsinki
â ReisefĂŒhrer
âą Website der Stadt (mehrsprachig)
âą Hildburg Heider: 12.06.1550 â GrĂŒndung der Stadt Helsinki. WDR ZeitZeichen vom 12. Juni 2020 (Podcast)
âą Literatur von und ĂŒber Helsinki im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
cite-note-11. Maanmittauslaitos (finnisches Vermessungsamt): Suomen pinta-alat kunnittain 1.1.2010. (PDF; 199 kB)
cite-note-22. Statistisches Amt Finnland: 11ra -- Key figures on population by region
cite-note-33. â Facts about the Helsinki Region. In: www.helsinkiregion.fi. Abgerufen am 7. April 2019 (englisch).
cite-note-44. â Helsingfors im Lexikon Finlandssvenska bebyggelsenamn
cite-note-55. â Jere JĂ€ppinen: MistĂ€ Helsingin nimi on perĂ€isin? Helsingin Sanomat, 15. November 2011, abgerufen am 5. Februar 2020 (finnisch).
cite-note-66. â Helsingfors im Lexikon Finlandssvenska bebyggelsenamn der Svenska litteratursĂ€llskapet i Finland.
cite-note-77. â Tapio Salminen: Vantaan ja Helsingin pitĂ€jĂ€n keskiaika. Vantaan kaupunki, Vantaa 2013, ISBN 978-952-443-455-3, S. 140â147 (finnisch).
cite-note-88. â Sonja Hellman: Historiska fel upprĂ€ttas i ny bok. Hufvudstadsbladet, 7. Juni 2015, S. 12 (schwedisch).
cite-note-99. â Tapio Salminen: Vantaan ja Helsingin pitĂ€jĂ€n keskiaika. Vantaan kaupunki, Vantaa 2013, ISBN 978-952-443-455-3, S. 167.
cite-note-1010. â Jere JĂ€ppinen: Helsingin nimi. In: Sofia, Helsingin Kaupunginmuseon Asiakaslehti / Helsingfors Stadsmuseums Kundtidning. Nr. 2, 2007, S. 12 (finnisch, helsinginkaupunginmuseo.fi [PDF; 2,4 MB; abgerufen am 31. Januar 2021]).
cite-note-1111. â Jere JĂ€ppinen: MistĂ€ Helsingin nimi on perĂ€isin? Helsingin Sanomat, 15. November 2011 (finnisch).
cite-note-1212. â Slangi.net â stadilaisuus (Memento vom 30. September 2007 im Internet Archive).
cite-note-1313. â Staffan Bruun: Inget att fyra, tyckte mĂ„nga Helsingforsare. Hufvudstadsbladet, 7. April 2012, S. 34, abgerufen am 5. Februar 2020 (schwedisch): âUrsprungligen fanns planer pĂ„ att Finlands huvudstad skulle heta Alexandria.â
cite-note-1414. â Tilastot â Maanmittauslaitos. Abgerufen am 21. April 2019.
cite-note-1515. â JĂ€rviwiki: Helsinki
cite-note-1616. â Stadt Helsinki: Helsingin ympĂ€ristön tila: teemakatsaus 1/2009 (Memento vom 10. April 2014 im Internet Archive) (PDF, S. 1)
cite-note-1818. â Stadt Helsinki: Saaret â osa HelsinkiĂ€ (Memento vom 9. Februar 2013 im Internet Archive)
cite-note-1919. â Taajamat vĂ€kiluvun ja vĂ€estöntiheyden mukaan 31.12.2011
cite-note-2020. â Fremdenverkehrsamt der Stadt Helsinki (Memento vom 31. August 2006 im Internet Archive) (finn.)
cite-note-helda-helsinki-fi-2121. â Klimatabelle (mit Wassertemperatur) von Helsinki
cite-note-2222. â TĂ€htitieteelliset vuodenajat Ilmatieteen laitos (Finnisches Meteorologisches Institut). Zugangsdatum 28. April 2012.
cite-note-233. en.ilmatieteenlaitos.fi
cite-note-2424. â 1812â2012 â Helsinki 200 years as capital (Memento vom 19. September 2013 im Internet Archive)
cite-note-2525. â Tilastokeskus (Statistikzentrum)@1@2Vorlage:Toter Link/pxweb2.stat.fi (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im MĂ€rz 2018. Suche in Webarchiven) (finn.)
cite-note-2626. â Helsinki alueittain 2011 PDF, Finnisch, Seiten 26 (ganz Helsinki) und 150 (JakomĂ€ki).
cite-note-2727. â Ulkomaalaiset HelsingissĂ€ ja pÀÀkaupunkiseudulla (Memento vom 10. Februar 2013 im Internet Archive) Pekka Vuori, Informationszentrum der Stadt Helsinki. PDF, finnisch, S. 2.
cite-note-284. Stadt Helsinki: Statistical Yearbook of Helsinki 2018. (PDF; 1,1 MB)
cite-note-295. Stadt Helsinki: Helsingin ja Helsingin seudun vĂ€estöennuste 2017â2050. (Memento vom 21. April 2019 im Internet Archive) (Excel; 1,8 MB)
cite-note-3030. â City of Helsinki: General information on Helsinki
cite-note-3131. â yle.fi: Immigrants Learning Swedish over Finnish Run into Problems, 4. November 2010.
cite-note-3232. â Heikki Paunonen: The Finnish Language in Helsinki. In: Bengt Nordberg (Hrsg.): The Sociolinguistics of Urbanization: The Case of the Nordic Countries. de Gruyter, Berlin / New York 1994, S. 223â245, hier S. 223.
cite-note-3333. â Ergebnis der VolkszĂ€hlung 1870, siehe WĂ€enlasku Maaliskuussa 1870 Helsingin, Turun, Wiipurin ja Oulun kaupungeissa, Helsinki 1874, S. XXXV. (PDF; 10,3 MB)
cite-note-3434. â Ergebnis der VolkszĂ€hlung 1900, siehe VĂ€enlasku HelsingissĂ€, Turussa, Tampereella ja Viipurissa joulukuun 5 pĂ€ivĂ€nĂ€ 1900, Helsinki 1904, S. 61. (PDF; 19,4 MB)
cite-note-3535. â Heikki Paunonen: The Finnish Language in Helsinki. In: Bengt Nordberg (Hrsg.): The Sociolinguistics of Urbanization: The Case of the Nordic Countries. de Gruyter, Berlin / New York 1994, S. 223â245.
cite-note-3636. â Helsingin seurakuntien vuositilasto 2022 Helsingin seurakuntayhtymĂ€ (finnisch)
cite-note-3737. â Population structure Statistics Finland
cite-note-3838. â Website der orthodoxen Kirchengemeinde Helsinki: Tietoa Helsingin ortodoksisesta seurakunnasta. (Memento vom 13. November 2011 im Internet Archive)
cite-note-3939. â 3500 in der St.-Heinrichs-Gemeinde (laut Website der Gemeinde (Memento vom 1. April 2013 im Internet Archive)) und 3100 in der St.-Marien-Gemeinde (laut Website der Gemeinde).
cite-note-4040. â yle.fi: Muslimit tarvitsevat lisÀÀ tilaa HelsingissĂ€, 30. Dezember 2010.
cite-note-4141. â 1188 im Jahr 2009 laut Website der Gemeinde.
cite-note-426. Offizielles Endergebnis der Kommunalwahl 2021 auf den Seiten des finnischen Justizministeriums, abgerufen am 2. Januar 2020.
cite-note-4343. â Didrichsen Art Museum (Memento des Originals vom 15. August 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.didrichsenmuseum.fi (englisch)
cite-note-4444. â HyvĂ€ tietÀÀ. In: LinnanmĂ€ki. Abgerufen am 23. April 2019.
cite-note-4545. â Esa Lammi, Pekka Routasuo: Helsingin liito-oravakartoitus 2018 (= Helsingin kaupungin kaupunkiympĂ€ristön julkaisuja). City of Helsinki, Helsinki 2019, ISBN 978-952-331-519-8.
cite-note-4646. â Finnish Athletics Federation: Helsinki City Running Day â General Info. In: Helsinki City Running Day. Abgerufen am 25. April 2019.
cite-note-4747. â RenĂ© Schwarz: Der FC Germania Helsinki â mehr als nur ein FuĂballclub. finntouch.de, 7. September 2018, archiviert vom Original am 1. Oktober 2020; abgerufen im 1. Januar 1: âEngagement ĂŒber den Platz hinausâ
cite-note-4848. â Es geht wieder los: Gemeinsam mit dem FC Germania Helsinki schauen wir im Gemeindesaal alle Deutschland-Spiele bei der Fussball-WM 2018 in Russland ⊠In: Deutsch-Evangelisch in Finnland. Gemeindebrief der Deutschen Gemeinde in Finnland. Nr. 103. Deutsche EvangelischâLutherische Gemeinde in Finnland, 2018, ISSN 1456-1042, S. 17: âĂber den FuĂball hinaus werden auch weitere soziale AktivitĂ€ten organisiert.â
cite-note-4949. â PerinteikĂ€s Arabian keramiikkatehdas lopetti â MitĂ€ tapahtuu tehdaskorttelille? In: Yle Uutiset. Abgerufen am 23. April 2019.
cite-note-5050. â Mercer's 2018 Quality of Living Rankings. Abgerufen am 30. Juli 2018 (englisch).
cite-note-5151. â Benjamin Klare: Helsinki verliert Mengen · Umschlag im finnischen Hafen sinkt um 8,5 Prozent. In: TĂ€glicher Hafenbericht, 20. Januar 2021, S. 5
cite-note-5353. â AndrĂ© Germann: Rekordumschlag in Helsinki. In: TĂ€glicher Hafenbericht, 22. Januar 2019, S. 4.
cite-note-5454. â Jahresstatistik 2013 des Hafens von Helsinki (Memento vom 17. Dezember 2014 im Internet Archive) (PDF, finnisch), abgerufen am 17. Dezember 2014.
cite-note-5555. â WordPress.com. Abgerufen am 13. April 2018 (englisch).
cite-note-5656. â Helsingin Satama Euroopan matkustajasatamien kĂ€rkeen. Abgerufen am 13. April 2018 (finnisch).
cite-note-5757. â Economic flows between Helsinki-Uusimaa and Tallinn-Harju regions (Memento vom 23. Dezember 2014 im Internet Archive) (PDF; 1,5 MB). S. 4, abgerufen am 18. Dezember 2014.
cite-note-5858. â Implementation of Helsinki-Tallinn tunnel to be studied with EU funding. Helsinki-Uusimaa Regional Council, 14. Juni 2016, archiviert vom Original am 23. April 2019; abgerufen am 24. April 2019.
cite-note-5959. â Final report of the FinEst Link project published. FinEst Link, 7. Februar 2018, abgerufen am 24. April 2019.
cite-note-6060. â HSL-Jahresbericht 2010 (Memento vom 3. Februar 2012 im Internet Archive) (PDF, Finnisch; 4,1 MB)
cite-note-modal-split-6161. â Suurin osa helsinkilĂ€isten matkoista taittuu kĂ€vellen ja joukkoliikenteellĂ€ (Memento vom 22. Dezember 2014 im Internet Archive) Stadt Helsinki, 16. Dez. 2014.
cite-note-6262. â By metro. In: www.hel.fi. Abgerufen am 7. April 2019 (englisch).
cite-note-6363. â Stadt Helsinki: Katuverkon asfalttipÀÀllysteiden kuntotieto (Memento vom 10. April 2014 im Internet Archive) (PDF, S. 2/6; 8,5 MB)
cite-note-6464. â Stadt Helsinki: Liikenteen kehitys HelsingissĂ€ vuonna 2011 (PDF, S. 2; 1,2 MB)
cite-note-6565. â Jo yli puolet talouksista autottomia HelsingissĂ€. (Memento vom 9. September 2017 im Internet Archive) Helsingin Uutiset, 8. Mai 2013.
cite-note-6666. â Carsten Schmiester, Sharon Welzel: Keine Verkehrstoten: Was Helsinki richtig macht, auf NDR.de
cite-note-6767. â Difu.de, Webinar-AnkĂŒndigung zum 19.August 2025: Vision Zero: Verkehrsplanung, Verkehrssicherheit und Tempolimits in Helsinki
cite-note-6969. â Stadt Helsinki: PyörĂ€ilyn edistĂ€minen (Memento vom 9. Februar 2013 im Internet Archive)
cite-note-7070. â Ratakuilun kevyen liikenteen vĂ€ylĂ€ eli Baana (Memento vom 29. August 2012 im Internet Archive)
cite-note-7171. â City bikes â About the service
cite-note-7272. â Helsingin Energia: / Helsingin Energia in brief (Memento vom 15. MĂ€rz 2013 im Internet Archive)
cite-note-7373. â Helsingin Energia: Tuotamme energiaa / Energy production@1@2Vorlage:Toter Link/www.helen.fi (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im MĂ€rz 2018. Suche in Webarchiven)
cite-note-7474. â Sofia Grönroos: Pelletti on tullut â pysyĂ€kseen | Helen. 22. Mai 2013, abgerufen am 26. April 2019.
cite-note-7575. â Marina Galkin-Aalto: Pellets were ignited in Finlandâs largest pellet boiler | Helen. 20. Oktober 2017, abgerufen am 25. April 2019.
cite-note-7676. â Helen invests in renewable energy and closes Hanasaari power plant | Helen. Abgerufen am 26. April 2019.
cite-note-7777. â Helsingin Energia: Vuosikertomus 2011 (Memento vom 1. September 2013 im Internet Archive) (PDF; 7,2 MB) / Annual Report 2011 (Memento vom 1. September 2013 im Internet Archive) (PDF, S. 8; 7,8 MB)
cite-note-7878. â Helsingin Energia: Kehitysohjelma kohti hiilineutraalia tulevaisuutta@1@2Vorlage:Toter Link/www.helen.fi (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2025. Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prĂŒfe den Link gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. / Energy from renewable sources@1@2Vorlage:Toter Link/www.helen.fi (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im MĂ€rz 2018. Suche in Webarchiven)
cite-note-7979. â HSY: Juomavesi ja veden laatu (Memento vom 30. MĂ€rz 2013 im Internet Archive) / Drinking water and water quality (Memento vom 26. August 2012 im Internet Archive)
cite-note-8080. â Helsingin Sanomat, International Edition, 7. Jan. 2004: Helsinki sells 1,400,000 bottles of water to Saudi Arabia (Memento vom 14. Oktober 2013 im Internet Archive)
cite-note-8181. â HSY: Puhdistamme jĂ€tevedet tehokkaasti (Memento vom 26. MĂ€rz 2013 im Internet Archive) / Wastewater is treated efficiently (Memento vom 26. August 2012 im Internet Archive)
cite-note-8282. â HSY: JĂ€tevedestĂ€ lĂ€mpöÀ (Memento vom 10. April 2014 im Internet Archive) / Heat from wastewater (Memento vom 16. MĂ€rz 2014 im Internet Archive)
cite-note-8383. â Opiskelijat tiedekunnittain (Memento vom 26. September 2015 im Internet Archive)
cite-note-8484. â Units and faculties. In: University of Helsinki. 10. November 2014, abgerufen am 25. April 2019.
cite-note-8585. â Academic Ranking of World Universities 2014 (Memento vom 19. Januar 2015 im Internet Archive)
cite-note-8686. â www.aalto.fi (finnisch)
cite-note-8787. â taideyliopisto.fi
cite-note-8888. â www.hanken.fi
cite-note-9090. â @1@2Vorlage:Toter Link/www.hel.fiArchivlink (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
cite-note-9191. â @1@2Vorlage:Toter Link/www.hel.fiArchivlink (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
cite-note-9292. â SVK | Suomalais-venĂ€lĂ€inen koulu. Abgerufen am 25. April 2019.
cite-note-9393. â Die Deutsche Schule Helsinki. Abgerufen am 25. April 2019.
cite-note-947. Rikhardinkadun kirjasto 130 vuotta (Memento vom 21. Januar 2013 im Internet Archive)
cite-note-958. deutschlandfunk.de, Kultur heute, 30. Juni 2019, Laura WeiĂmĂŒller: Ein Wohnzimmer fĂŒr Helsinki (30. Juni 2019)
cite-note-969. www.oodihelsinki.fi (30. Juni 2019)
cite-note-9797. â PÀÀkaupunkiseudun HelMet-kirjastot ovat kĂ€ytössĂ€si (Memento vom 26. Oktober 2015 im Internet Archive)
cite-note-9898. â www.helmet.fi@1@2Vorlage:Toter Link/www.helmet.fi (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2025. Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prĂŒfe den Link gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
cite-note-9999. â Oodi. Abgerufen am 17. Dezember 2018 (englisch, offizielle WebprĂ€senz der Oodi-Bibliothek).